Diagnoseverfahren

Anamnese

In der Anamnese erfasse ich die aktuellen Beschwerden sowie die vollständige Krankheitsgeschichte des Patienten. Dazu gehören auch bestehende Allergien, aktuelle und vorangegangene Medikamenteneinnahmen. Zusätzlich erfrage ich wichtige Erkrankungen aus dem familiären Umfeld, stelle Fragen zu Lebensgewohnheiten, Ernährungsgewohnheiten, Arbeitsbedingungen, Hobbies usw., um mir ein umfassendes Bild des Patienten und seiner Risikofaktoren zu machen.


Anamnese unter Gesichtspunkten der Humoralpathologie

In dieser Form der Anamnese versuche ich die angeborene Grundkonstitution und den momentanen Zustand des Patienten anhand des Erscheinungsbildes, des Temperaments und bestimmter Vorlieben und Abneigungen zu erfassen. Auch Schlaf- und Essgewohnheiten sowie die Neigung zu bestimmten Erkrankungen dienen als wichtige Hinweise. Die Puls- und Augendiagnosen können weitere Informationen zur Abrundung des Gesamteindrucks liefern.


Antlitzdiagnose

Die Antlizdiagnose (Patho-Physiognomie) wurde schon von den Ärzten der Antike angewandt und war ein fester Bestandteil in der Auffindung von Funktionsstörungen und Krankheitsveranlagungen. Vertreter der heutigen Zeit sind u.a. der Schweizer Naturarzt Natale Ferronato und der Heilpraktiker Hans-Dieter Bach. Auch Wilhelm Heinrich Schüßler entwickelte analog zu seiner biochemischen Behandlung mit Mineralsalzen eine Antlitzdiagnose, in der es um die Feststellung des Mankos an eben diesen Salzen geht. Hintergund dieser Diagnoseform ist die Annahme, dass es eine physiologische Verbindung zwischen Körperfunktionen und der Gesichtshaut gibt. Aus diesem Grund soll sich alles, was sich im Körper abspielt, im Gesicht wiederspiegeln. Auch psychische Zustände sollen sich dort erkennen lassen (Psycho-Physiognomik nach Carl Huter). Die Antlitzdiagnose gehört zur Erfahrungsmedizin und stellt nur eine Hinweisdiagnostik dar. Erst im Zusammenhang mit der Anamnese und weiteren Untersuchungen ergibt sich ein umfassendes Bild der Funktionsstörung und Erkrankung.


Körperliche Untersuchung

Zur körperlichen Untersuchung gehören die Inspektion (Anschauen), Palpation

(Abtasten), Perkussion (Abklopfen) und Auskultation (Abhören). Funktionstests wie z.B. zur Überprüfung der Reflexe, Blutdruckmessungen usw. gehören ebenfalls zur schulmedizinischen Untersuchung. Zusätzlich untersuche ich die Reflexzonen am Rücken, um weitere Hinweise zu möglichen Organstörungen aufzudecken. Diese Reflexzonen ergeben sich aus der Verbindung zwischen Haut, Bewegungsapparat (Muskeln) und inneren Organen, die sich jeweils im selben Segment des Rückenmarks befinden. Es ergeben sich gleichzeitig auch Hinweise auf mögliche Behandlungen, z.B. mit Hilfe des Schröpfens.


Urinfunktionsdiagnostik

Die Urinfunktionsdiagnostik soll relevante Informationen zum Stoffwechselgeschehen liefern, da die Nieren mit ihren komplexen Aufgaben mit dem gesamten Organismus in Verbindung stehen. Mit Hilfe der Verwendung von vier Reagenzien und dem anschließenden Kochen des Urins lassen sich nicht nur  wichtige Aussagen  über die funktionelle Leistungsfähigkeit des Verdauungstrakts machen, es ergeben sich auch  Hinweise zum Zustand des Lymphsystems, zur Funktionsfähigkeit der Nieren und zum Herz-Kreislaufsystem. Ergänzend führe ich den Sticktest durch, um akute Krankheitsgeschehen zu erkennen. Die Urinfunktionsdiagnostik verbindet die Methoden der Traditionellen Harnschau der TEN mit den Methoden der ersten chemischen Urinanalysen des 20. Jh. Sie ist eine qualitative Untersuchung und gehört weitestgehend zur Erfahrungsheilkunde.


Labordiagnostik

Bei Bedarf können zur Ursachenfindung oder zur besseren Planung des Thearpieplans Speichel-, Stuhl- oder Kapillarblutprobenproben nötig sein. Diese sende ich an unabhängige Labore zur Analyse. Mit Absprache des jeweiligen Hausarztes können auch weitere Blutuntersuchungen von diesem durchgeführt werden.